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Föderation Suryoye Deutschland verurteilt Angriff auf christlichen Checkpoint in Qamischli/Syrien

Saliba Joseph: „Wir müssen zusammenhalten!“

Ein Checkpoint der christlichen Miliz Sootoro/GPF ist am Montag, 11. Januar 2016 in Qamischli/Syrien von den Kräften der PYD/YPG angegriffen worden. Dabei ist ein junger Christ getötet worden. Der Checkpoint hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für irgendjemand dargestellt, sondern sollte der Verteidigung christlicher Viertel dienen. Die Föderation Suryoye Deuschland (HSA) verurteilt diesen Angriff kurdischer Einheiten und fordert eine Aufklärung von den zuständigen Behörden! Zudem müssen alle Seiten das Recht der Christen auf eigene Selbstverteidigung, besonders nach den Anschlägen vom 30. Dezember, bei dem ein Dutzend Christen umkamen, respektieren.Jeder Unschuldige, der in diesem Krieg umkommt, ist ein Märtyrer zu viel!

HSA-Vorsitzender Saliba Joseph betont: "Dieser Angriff muss uns als Suryoye mit den anderen Christen jetzt erst recht zusammenschweißen! Statt gegenseitiger Schuldzuweisungen fordern wir daher von allen beteiligten Organisationen unseres Volkes, sich verantwortungsvoll zu verhalten. Unsere Antwort muss mehr Einheit, mehr Dialog und mehr Zusammenhalt sein. Wer jetzt Öl ins Feuer gießt dient nicht dem Volk, sondern eigenen Interessen oder den Interessen anderer. Zu gerne sehen die Hintermänner der Anschläge vom 30. Dezember und die Angreifer vom Montag eine Aufspaltung der christlichen Bevölkerung. Das dürfen wir nicht zulassen! Wir als HSA unterstützen jeden, der sich für den Schutz der Christen in Syrien und im Irak einsetzt.

Um die Sicherheit der Christen in Qamischli zu garantieren, müsse mit allen vor Ort präsenten Kräften ein Dialog geführt werden. Roze Oezmen, stellvertretende HSA-Vorsitzende: "Ideologische Grabenkämpfe schützen uns nicht, im Gegenteil. Wir brauchen pragmatische und lösungsorientierte Ansätze statt unverantwortlicher Stellungnahmen aus dem sicheren Wohnzimmer in Europa. Die Kirche kann hierbei eine aktive Rolle bei der Überwindung der offensichtlich vorhandenen ideologischen Differenzen spielen."

Die HSA wird sich daher auch weiterhin gegenüber der deutschen und internationalen Öffentlichkeit für eine Wahrnehmung und Stärkung der christlichen Positionen in diesem Bürgerkrieg einsetzen.

 
Saliba Joseph, 1. HSA-Vorsitzender                    Roze Oezmen, 2. Vorsitzende


Infos:

Die „Föderation Suryoye Deutschland“ ist der größte Vereinszusammenschluss aller syrisch-orthodoxen Christen in Deutschland. Der Dachverband umfasst 17 Mitgliedsvereine und vertritt die Interessen von aramäischen, assyrischen und chaldäischen Christen in Deutschland. Mehr als 150.000 dieser orientalischen Christen leben mittlerweile in Deutschland. Ihre Zusammenarbeit zu koordinieren und ihre politische Interessenvertretung hat sich der Dachverband zum Ziel gesetzt. Dafür arbeitet die Föderation überparteilich, überkonfessionell und unabhängig mit allen Kirchen und Organisationen der orientalischen Christen zusammen.

 

Geschrieben von: HSA am 13.01.2016





  

 

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