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Feinde sitzen bei der Syrien-Friedenskonferenz an einem Tisch

Pressemitteilung HSA

Es gibt keine Alternative zu direkten Gesprächen - das haben die Konfliktparteien wohl gezwungenermaßen verstanden. Die Hoffnung ist groß, die Chance auf Frieden ist allerdings aus heutiger Sicht winzig. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass sich die verfeindeten Lager endlich an einen Tisch setzen. Die Verhandlungen in Montreux sind für alle Syrer, insbesondere aber für die gepeinigte christliche Minderheit der Suryoye, auch als Aramäer/Assyrer/Chaldäer bekannt, von größter Bedeutung. Die Friedenskonferenz darf nicht scheitern!

Der erste historische Schritt in die richtige Richtung ist getan. Vertreter von über 30 Staaten sind zu der Konferenz eingeladen, wenn Gesandte von Machthaber Baschar al-Assad und die wichtigste Oppositionsgruppe, die Syrische Nationale Koalition sich an einen Tisch setzen, um Gespräche zu führen.

Leider sind keine Vertreter der christlichen Suryoye, die mehrheitlich der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien angehören, zu den Verhandlungen in Montreux eingeladen worden. Vielleicht wird der Uno-Generalsekretär bei der Vorbereitung der nächsten  Konferenz an die Christen denken und eine Delegation der Suryoye einladen.

Heute jedenfalls erwartet die Föderation Suryoye Deutschland (HSA) keine konkreten Ergebnisse: Der Krieg wird nach dieser Konferenz in Montreux nicht enden. Die Zerstörung von Häusern, Kirchen und Klöstern in den historischen Städten Syriens wird genauso wie die barbarische Hinrichtung von Menschen unvermindert weitergehen, allerdings mit einem Unterschied - sie wird die westliche Welt, wenn die Gespräche im Sande verlaufen sollten,  nicht mehr erschüttern, weil Berichte über Gräueltaten zunehmend aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit verschwinden werden oder nur noch wie jetzt schon zu beobachten ist, kaum Beachtung in der Medienwelt finden. Für die Medien wird der brutale Syrien-Krieg kein großes Thema mehr sein und wahrscheinlich von den Olympischen Spielen im Februar in den Hintergrund gedrängt werden. Hoffentlich kommt es nicht soweit!

Die humanitäre Katastrophe ist schon da: Für die Christen in Syrien hat dieser Bürgerkrieg jetzt schon verheerende Folgen, sie geben ihre Heimat auf und fliehen in alle Himmelsrichtungen.

Die Hoffnungen der Föderation Suryoye Deutschland (HSA) ruhen jetzt darauf, dass die großen Suryoye Organisationen endlich begreifen, dass sie handeln müssen und in den Punkten, die für das christliche Volk der Suryoye (Aramäer/Assyrer/Chaldäer) eminent sind, konstruktiv zusammenarbeiten. Lasst uns gemeinsam für die Rechte der Suryoye, für Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und die Bürgerrechte im Nahen Osten streiten. Lasst uns gemeinsam die Christen in den "autonomen Gebieten" Nordsyriens (Gozarto) und in der Niniveh-Ebene (Nordirak) unterstützen. Wenn wir als Christen zusammenhalten, wird unsere Stimme gehört werden, ansonsten droht uns die Bedeutungslosigkeit.

Die Föderation Suryoye Deutschland appelliert an die UNO, an die Staaten Europas und vor allem an die Großmächte: Vergessen Sie die christlichen Aramäer/Assyrer/Chaldäer nicht! Sie sind aufgrund ihrer christlichen Religion in ihrer Heimat zur Minderheit geworden und stehen nun vor der Ausrottung. Die Suryoye brauchen Ihre Hilfe! Versuchen Sie das, was heute in Montreux unmöglich erscheint, möglich zu machen! Die Menschen werden es Ihnen danken. Sie sehnen sich nach Frieden und Freiheit.  
                                     

Serkis Aras

1. HSA-Vorsitzender

 

Geschrieben von: HSA am 22.01.2014





  

 

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